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Onigiri – japanische Reisbällchen
Onigiri ist ein traditionelles japanisches Gericht, das in gekochten Reis eingewickelt wird.
Es ähnelt Sushi, bei dem die Zutaten auf dem Reis liegen, den man
in der Hand hält. Die meisten Onigiri werden in Algenblätter gewickelt. Algen sind sehr nahrhaft und beruhen auf der Weisheit, dass man Reiskörner nicht mit den Händen aufnehmen kann.
Onigiri wird häufig als Bento-Gericht verwendet und ist in Japan seit Langem bekannt.
Es gibt viele Dinge, die selbst Japaner nicht wissen, weil dieses Gericht so vertraut ist.
Hier stellen wir Ihnen verschiedene Aspekte von Onigiri vor.
Wie westliches Brot
Onigiri ist etwa so groß wie Brot und lässt sich gut transportieren, weshalb es oft in Lunchboxen landet.
So wie Brot im Westen ein Grundnahrungsmittel ist, ist Reis in vielen asiatischen Regionen ein Hauptnahrungsmittel.
Onigiri hingegen ist eine japanische Spezialität.
Das liegt daran, dass in Asien unterschiedliche Reissorten gegessen werden.
In Japan isst man Klebreis, in anderen asiatischen Ländern hingegen Knusperreis.
Genauer gesagt: Nur Japaner essen Klebreis (Japonica-Reis).
Knusperreis (Indica-Reis) lässt sich, selbst wenn man versucht, Onigiri daraus zu formen, nicht richtig fest werden.
Aus diesem Grund ist es in Japan üblich, den Reis in der Hand zu halten, ihn fest werden zu lassen und ihn dann zu essen.
Welche Zutaten soll ich einpacken?
Onigiri, bei denen die Zutaten in Reis eingewickelt werden, werden üblicherweise aus weißem Reis zubereitet.
Daher werden oft viele Lebensmittel verwendet, die gut zu Reis passen, beispielsweise solche mit einem kräftigen oder salzigen Geschmack.
Beispiele hierfür sind Seetang, Lachs, eingelegte Pflaumen usw.
Unendliche Variation
Es gibt auch viele Onigiri, die durch Würzen des Reises anstatt durch Füllen zubereitet werden.
Beispielsweise sehen Onigiri durch das Bestreuen mit Streuseln besonders appetitlich aus, oder es gibt Onigiri mit gebratenem Reis oder Hühnchenreis.
Da es keine festgelegte Würzmischung gibt, lassen sich durch die Verwendung verschiedener Reissorten unzählige Onigiri-Variationen kreieren.
Warum ist Onigiri dreieckig?
In Japan wird die Form eines Dreiecks mit der eines Berges verglichen.
Im alten Japan glaubte man, dass ein Gott in den Bergen wohnte, und diese Berge sollen die Form eines heiligen Dreiecks gehabt haben, um ihnen Opfergaben darzubringen.
Warum ist modernes Onigiri auch dreieckig?
Früher gab es viele runde Onigiri.
Heutzutage sind die meisten jedoch dreieckig. Dafür
gibt es verschiedene Gründe:
Sie lassen sich leichter halten und essen
und lassen sich in den Läden besser präsentieren (runde Onigiri rollen sich leicht ein).
Es scheint also einen Grund dafür zu geben.